Weitere Beiträge ×

Wir werden angegriffen!

Seit dem 05.09.2026 protokolieren wir die Angriffe auf unsere Vereinswebseite und schützen uns auch dagegen.


Update 20.10.2026 / 01:26 Uhr
Am 13.09.2026 haben wir eine eigene Firewall programmiert und in unser System integriert. Scheinbar haben wir ganze Arbeit geleistet, denn die Angriffe sind von durchschnittlich 2824 auf bis jetzt durchschnittlich 222 gefallen. Diese immer noch 222 Angriffe pro Tag auf unsere Vereinswebseite stellen aber kaum ein Problem dar, da diese meistens von Bots kommen, die unser hochkomplexes System scheinbar nicht verstehen können. Wir haben hier die neuesten und modernsten Techniken mit solchen kombiniert, die seit Jahren als veraltet gelten. Diese Kombination wird von modernen KI-Systemen nicht mehr verstanden. Beobachten wir mal die nächsten Tage und schauen wir, ob wir richtig liegen.


Nicht nur wir werden ständig von Hackern angegriffen.

Sobald eine Webseite im Internet öffentlich erreichbar ist, wird sie im Durchschnitt mehrere Dutzend bis Hunderte Male pro Tag angegriffen.

Die Vereinswebseite des Kölner PC Freunde e. V. ist da leider keine Ausnahme.

Darum haben wir Skripte entwickelt, die uns schützen sollen, damit wir nicht jeden Morgen erst einmal die Scherben zusammenfegen müssen, die Hacker beim Versuch produzieren, in unsere geschützten Bereiche einzudringen.

Wir zählen die Hackerangriffe nicht nur, sondern gehen aktiv dagegen vor.

Jeder Versuch, unerlaubt in unsere Vereinswebseite einzudringen, führt dazu, dass die IP-Adresse des Angreifers nicht nur von uns blockiert wird, sondern auch an mehrere Stellen gemeldet wird. So ist z. B. eine automatische Weiterleitung an das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), das BKA (Abteilung „Cybercrime“), ZACs (Zentrale Ansprechstellen Cybercrime), BND (Bundesnachrichtendienst) u. a. mit dem Hinweis, doch bitte endlich etwas dagegen zu tun, eingerichtet worden.

Hört sich dramatisch an? Oder?

Für uns ist es das glücklicherweise nicht, da wir keine Daten auf unserer Vereinswebseite über unsere Mitglieder gespeichert haben.
Schon mit unserer ersten Vereinswebseite wollten wir die Daten unserer Vereinsmitglieder wirklich vor dem Zugriff Dritter schützen.
Am Anfang hatten wir eine wirklich „offene“ Webseite. Dann fing die Sache mit Spam-Mails an und wir mussten unsere Kontaktformulare immer mehr vor Missbrauch schützen. Als Nächstes wurde unsere Onlinehilfe immer mehr zum Ziel von Angreifern und wir mussten auch diese Formulare und Zugänge immer weiter schützen.
Mittlerweile ist es so, dass wir morgens erst einmal das in Ordnung bringen müssen, was Hacker und Spammer alles klein geschlagen haben.

Jetzt sind wir einen Schritt weiter gegangen und … STOP: Wir wollen natürlich nicht verraten, was wir alles unternehmen, damit wir uns konzentriert der Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern widmen können. Aber soviel können wir sagen: Es gibt hier keine Daten unserer Vereinsmitglieder, die gestohlen werden können. Und selbst wenn es einem Eindringling gelingt, eine unserer Seiten zu hacken, kann er im besten Fall ein Onlinehilfe-Gesuch unter falschem Namen absenden.
Aber das wissen die Hacker ja leider nicht im Vorfeld, dass hier nichts zu holen ist.

Trotzdem ist es ärgerlich, wenn der Traffic plötzlich in die Höhe schießt und unsere Webseite für unsere Mitglieder nur noch schlecht erreichbar ist.

Wir sind aber ständig „dran“, damit Sie von diesen Vorfällen so wenig wie möglich mitbekommen.

Welche Arten von Angriffen gibt es?

DoS- und DDoS-Angriffe:
Ein Denial-of-Service (DoS)-Angriff ist darauf spezialisiert, das Systems an sich so zu überlasten, dass es nicht mehr normale Serviceanfragen zu antworten. Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) ist ähnlich, da er ebenfalls darauf abzielt, die Ressourcen eines Systems zu verbrauchen. Ein DDoS-Angriff wird von einer sehr großen Anzahl mit Malware infizierten Rechnern ausgeführt, die vom Angreifer kontrolliert werden. Diese Angriffe werden als „Denial of Service“-Angriffe benannt, da die Website denjenigen, die darauf zugreifen möchten, keine Dienste zur Verfügung stellen kann. Bei einem DoS-Angriff wird die Webseite mit unrechtmäßigen Anfragen überflutet. Da eine Website auf jede Anfrage antworten muss, werden ihre Ressourcen durch die vielen Antworten erschöpft. Darum sind Webseiten oftmals nur sehr schlecht oder überhaut nicht erreichbar. Diese Angriffsart ist darauf ausgelegt, einen Konkurrenten auszuschalten und in Finanziellen Bedrängnis zu bringen. Sehr oft engagiert eine Konkurrenzfirma einen Hacker, um einen Anbieter, der das gleiche Produkt anbietet, einfach auszuschalten. DoS- und DDoS-Attacken können aber auch dafür genutzt werden, ein System zuerst zu schwächen um eine andere Angriffsart vorzubereiten. Eine Firewall sollte darum Pflicht sein, wenn es darum geht, sein System zu schützen. Diese filtert solche Angriffsversuche heraus und sorgt dafür, dass der normale Datenverkehr ungehindert fließen kann.

MITM-Angriffe:
Man-in-the-middle (MITM) ist eine Angriffsart, die es einem Angreifer ermöglicht, Daten, die zwischen zwei Personen, Netzwerken oder Computern hin und her gesendet werden, abzuhören. Er wird als „Man-in-the-Middle"-Angriff bezeichnet, weil sich der Angreifer in der „Mitte" oder zwischen den beiden Parteien befindet, die versuchen zu kommunizieren. Der Angreifer spioniert die Interaktion zwischen den beiden Parteien aus. Sie und Ihr Unternehmen können sich durch eine starke Verschlüsselung von Access Points oder mit der Nutzung eines Virtual Private Network (VPN) vor MITM-Angriffen schützen.

Phishing-Angriffe:
Um einen Phishing-Angriff handelt es sich, wenn ein böswilliger Akteur E-Mails sendet, die anscheinend aus vertrauenswürdigen, legitimen Quellen stammen, um vertrauliche Informationen vom Ziel abzugreifen. Phishing-Angriffe kombinieren Social Engineering und Technologie und werden so genannt, weil der Angreifer im Grunde nach Zugang zu einem verbotenen Bereich „fischt", indem er den „Köder" eines scheinbar vertrauenswürdigen Absenders verwendet. Um einen Angriff auszuführen, sendet der Angreifer möglicherweise einen E-Mail-Link, der Sie zu einer Website führt, die Sie dann dazu verleitet, Malware und Viren herunterzuladen oder dem Angreifer Ihre privaten Daten zu übermitteln. In den meisten Fällen merkt das Opfer unter nicht einmal, dass es kompromittiert wurde, was es dem Angreifer ermöglicht, sich im ganzen Firmen oder privaten Netzwerk auszubreiten, ohne dass jemand bösartige Aktivitäten vermutet. Sie können den Phishing-Angriffe verhindern, indem Sie genau prüfen, welche Arten von E-Mails Sie öffnen und auf welche Links Sie klicken. Schauen Sie sich die E-Mail genau an und klicken Sie nicht auf etwas, das verdächtig aussieht.

Whale-Phishing-Angriffe:
Bei Whale-Phishing-Angriffen ist das Ziel, der „große Fisch“ oder der Wal des Unternehmens, zu dem die Führungsetage oder andere hohe Tiere des Unternehmens zählen. Diese Wale haben wahrscheinlich Informationen, die für Angreifer sehr wertvoll sind. Wenn ein solcher „Wal“ Ransomware herunterlädt, ist die Wahrscheinlichkeit enorm, dass das geforderte Lösegeld auch bezahlt wird, da verhindert werden muss, dass die Nachricht über den erfolgreichen Angriff an die Öffentlichkeit gelangt und seinen Ruf oder den des Unternehmens schädigt. Gerade die oberen Etagen sollten besonders auf diese Angriffsversuche achten.

Spear-Phishing-Angriffe:
Der Spear-Phishing-Angriff liegt vor, wenn sich ein Angreifer besonders viel Zeit für die Recherche nimmt, um eine z. B. Phishing-Mail zu erstellen, die dem Opfer als besonders vertrauenswürdig vorkommen muss. Gerade bei dieser Angriffsart kommt es besonders häufig zu Erfolg, da es sehr schwierig sein kann, den Betrug überhaupt zu erkennen. Bei diesem Spear-Phishing-Angriff kommt meistens E-Mail-Spoofing zum Einsatz. In hoher Zahl wird der Absender so raffiniert gefälscht, dass es fast unmöglich ist, beim ersten Blick zu erkennen, dass hier eine böse Absicht vorliegt. Auch werden Webseiten geklont, um für das Opfer noch legitimer auszusehen. Wenn die E-Mail echt aussieht und auch noch die Webseite, die für diesen Zweck erstellt wurde, das Opfer täuschen kann, ist es nicht mehr weit, bis der Angreifer an die echten Daten kommt. Gerade in der heutigen Zeit sollten alle eintreffenden E‑Mails genauestens betrachtet und überprüft werden, bevor diesen vertraut wird.

Diese Liste wird ständig erweitert.

Übrigens: Immer mehr Kleinunternehmer sprechen uns auf dieses Thema an und bitten um Hilfe, dass wir auch deren Webseiten und IT-Strukturen schützen mögen.
Am wichtigsten sind uns aber unsere Vereinsmitglieder, die uns wegen dieses Themas jederzeit um Rat fragen können.

Ihr KPCF-Team


Gerne können Sie diesen Beitrag kommentieren.

2 Kommentare👉 Kommentar eintragen 👈
247723 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟 
Dankeschön, wann immer ich Hilfe brauchte, wurde mir schnell und freundlich geholfen.
247050 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟 
Aber Hallo, aber hallo......
Ich habe selber eine Webseite ((Ich glaube, Werbung darf ich hier nicht dafür machen))
und habe selber sehr große Probleme mit solchen Angriffen. Von Spam will ich gar nicht erst reden.
Ich werde mich in den nächsten Tagen mal bei euch melden und ein paar Tipps abschnorren.
Vielleicht hilft das ja bei mir. Toll, wie ihr damit umgeht.

Schönen Abend noch.
Kommentar eintragen
Bitte schreiben Sie nur Kommentare, die auch zum Thema passen!