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Verein gegen Abzockerei in der IT-Branche, was heißt das überhaupt?
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Verein gegen Abzockerei in der IT-Branche, was heißt das überhaupt?

Unser Verein geht nicht nur gegen die meist unverschämt hohen Preise der PC-Doktoren an, wir kümmern uns auch um alle anderen Abzockereien, die wir in der IT-Branche finden.

Beispiel 1:
Eine älterer Herr kommt mit seinem gerade gekauften Notebook in unsere Vereinswerkstatt und möchte, dass wir das Gerät einrichten und notwendige Programme installieren. Dabei fällt uns auf, dass dieses Gerät das teuerste Notebook aus dem Geschäft sein musste, was der Händler gerade da hatte. Nach einem eingehenden Gespräch finden wir heraus, dass der Herr einfach nur ein Notebook haben wollte, das zum Schreiben, Mailen und Internetrecherche dienen sollte. Da der Herr sage und schreibe 899 Euro ausgegeben hatte, haben wir ihn an die Hand genommen und sind zum Verkaufsgeschäft zurückgefahren und haben den Verkäufer zur Rede gestellt, was das solle und Ihn aufgefordert das Gerät zurückzunehmen und ein preiswerteres Notebook zu verkaufen, das für die Zwecke des Kunden geeigneter sei.
Nach einem kurzen aber heftigem Gespräch mit dem Verkäufer konnte das Gerät für 899 Euro gegen ein Gerät für 399 Euro ausgetauscht werden. Der Herr ist natürlich gleich bei uns Mitglied geworden und ist mit seinem Notebook sehr zufrieden.

Beispiel 2:
Ein Mitglied mit aufgeregter Stimme ruft bei uns an und liest uns seine neuste Telefonrechnung vor.
Wie sonst üblich ca. 30 Euro sollen nun fast 80 Euro monatlich für ein Produkt bezahlt werden (eine genauere Beschreibung können wir hier leider wegen markenschutzrechtlichen Gründen nicht benennen), was niemals bestellt worden sei. Nachdem uns das Mitglied die Rechnung und weitere Daten per E-Mail zugesandt hatte, haben wir mit der Telekommunikationsgesellschaft mehrfach telefoniert und dabei herausgefunden, dass diesen erweiterten Leistungen während eines ungewollten Werbeanrufs an unser Mitglied, zugestimmt worden sei. Üblicherweise müsse bei einem solchen Telefonat keine schriftliche Bestätigung seitens unseres Mitgliedes erfolgen und sei damit rechtskräftig. Nach weiteren Telefonaten konnten wir diesen Vertrag rückgängig machen und unser Mitglied zahlt nun wieder seinen alten Beitrag für seine Telefon- und Internetleitung.

Beispiel 3:
Wir gehen aber durchaus auch gegen Privatpersonen vor, auch wenn diese Mitglieder bei uns sind. Häufig kommt es vor, dass wir auf Rechnern unsere Mitglieder Programme finden, die ausschließlich dazu da sind, um sich Musik, Videos oder auch Programme illegal aus dem Internet herunterzuladen.
In der Regel weisen wir unsere Mitglieder höflich aber bestimmt darauf hin, dass wir ein Verein gegen Abzockerei sind und mit solchen Abzockereien auch von Seiten unserer Mitglieder nicht einverstanden sind und die Hilfe des öfteren schon vorzeitig beendet haben.
Jetzt kann man natürlich sagen, dass jeder mit seinem Rechner oder Internetleitung machen kann, was Er oder Sie möchte. Aber der Sinn unseres Vereins wäre nicht erfüllt, wenn wir nicht auch dagegen vorgehen würden. Natürlich gehen wir nicht mit rechtlichen Schritten gegen unsere Mitglieder vor, aber auch ein Abbruch der gestarteten Hilfe kann ein wirkungsvolles Mittel sein, um bei diesen Mitgliedern die Augen so weit zu öffnen, dass diese wenigstens darüber nachdenken, dass sie nicht nur der Internetgemeinschaft schaden sondern in höchsten Maßen sich selber.


Beispiel 4:
Sehr oft kommt es vor, dass wir von Nicht-Mitgliedern angerufen werden, die gerade Besuch eines PC-Doktors hatten und einfach mal nachfragen wollen, ob die Beträge die sie für die Leistungen bezahlt haben so in Ordnung waren. Hier finden wir nicht selten heraus, dass a) sehr oft keine Quittung ausgestellt wurde und b) die Rechnungen, wenn sie dann vorlagen, völlig überzogen waren. Hier können wir leider sehr selten etwas tun, aber ein paar mal war es uns schon möglich, wenigstens einen Teilbetrag vom PC-Doktor zurückzufordern.
Natürlich konnten wir aber auch sehr oft sagen, dass die Arbeit und die darauf folgende Rechnung vollkommen korrekt war und hier nichts zu beanstanden gab, was uns wiederum sehr gefreut hat.

Beispiel 5:
Viren und Trojaner sind leider auch ein sehr großes Thema. Täglich kommen Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder mit ihren Viren- und Trojaner-verseuchten PCs und Notebooks in unsere Werkstatt und hoffen auf schnelle Hilfe. In 90 Prozent der Fälle können wir das Gerät noch am gleichen Tag gesäubert an den Besitzer zurückgeben. Hierbei kommen wir immer wieder ins Gespräch und erfahren teils haarsträubende Geschichten, was beim letzten Virenbefall für die Entfernung gezahlt werden musste. Dabei ist es in der heutigen Zeit üblich mit den Ängsten der Kunden Geld zu machen. Sprüche wie „wir haben 10 Trojaner gefunden und pro Trojaner berechnen wir 10 Euro für die Entfernung“ über „na, da kann man aber nur noch die Festplatte austauschen“ bis zu „das ganze Gerät ist infiziert und sollte weggeschmissen werden“ haben wir schon gehört. Wir sind der Meinung, dass immer mehrere Angebote für die Entfernung der Schadsoftware eingeholt werden sollten.

Diese und viele weitere Aufgaben erfüllt der Kölner PC Freunde e.V. täglich für seine fast 1100 Mitglieder und unzähliger Nicht-Mitglieder an der Telefonhotline und in der Vereinswerkstatt mit der Hoffnung, dass noch viele weitere Mitglieder dem Verein beitreten und somit vor Abzockern in der IT-Branche geschützt werden. Zwinker

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